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Montag, 21. April 2014

Eines Tages werde ich alt sein... - 5 Dinge, die alte oder sterbende Menschen anders machen würden.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Zwei Internet-Beiträge stimmen derzeit sowohl alte, junge, kranke und gesunde Menschen nachdenklich.

Da ist zum einen ein vielbeachtetes Gedicht einer jungen Studentin, mit der Hauptzeile "Eines Tages werde ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können..."

Zum anderen ist da eine Krankenschwester, die sterbende Menschen befragt hat, was sie im Angesicht des nahenden Todes bereuen oder anders machen würden.


5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden

Text Julia Engelmann - Eines Tages werden wir alt sein...

Hier kommt der Text zu dem vielbeachteteten Gedicht von Julia Engelmann. Eine Einordnung in den Kontext von Ziele sicher erreichen finden Sie >>hier<<.



"Eines Tages werden wir alt sein..." - von Julia Engelmann

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.

Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh´.
Bin ein entschleunigtes Teilchen.
Kann auf Keinsten was reißen.
Lass´ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehm´ mir zu viel vor
und ich mach´ davon zu wenig.
Ich halt´ mich zu oft zurück,
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug
– allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würd´ gern so vieles sagen,
aber bleibe meistens still,
weil wenn ich das alles sagen würde,
wär´ das viel zu viel.
Ich würd´ gern so vieles tun.
Meine Liste ist so lang,
aber ich werd´ eh nie alles schaffen –
also fang´ ich gar nicht an.
Stattdessen häng´ ich planlos vorm Smartphone.
Wart‘ bloß auf den nächsten Freitag.
„Ach, das mach´ ich später“ ist die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul, wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund.
Mein Leben ist ein Wartezimmer, niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spar´ ich immer, falls ich’s nochmal brauche.