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Dienstag, 17. Januar 2012

Kontakt-Tipp: Die Nichtraucherwerkstatt in Münster - "Nichtrauchen leicht(er) gemacht"

Die Umfrage "Ziele, Wünsche, Vorsätze 2012" zeigt: Jedes fünfte Ziel, das sich die Leser von blog.ziele-sicher-erreichen.de setzen, lautet "mit dem Rauchen aufhören". Grund genug, jemanden zu fragen, der weiss wie man dieses Ziel erreichen kann.

Holger Schulz leitet seit 2005 die Nichtraucherwerkstatt in Münster. Ziele sicher erreichen! sprach mit Holger Schulz darüber, warum der Rauchausstieg sich häufig so schwierig gestaltet und auf welche Weise man die Erfolgsaussicht verbessern kann.

Herr Schulz, die Nichtraucherwerkstatt bietet schon seit 2005 „Nichtraucherkurse“ an.  Ist der Abschied vom Tabak tatsächlich so schwierig, dass man dafür einen Kurs buchen muss?


Tabakabhängigkeit funktioniert sehr subtil, aber um so effizienter. Spontane Ausstiegsversuche sind langfristig nur zu weniger als 5 Prozent erfolgreich. Die meisten unserer Kursteilnehmer haben schon einige Versuche hinter sich und viele haben regelrecht Angst vor einem neuen Versuch und dabei womöglich wieder zu scheitern. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es „spontan“ nicht funktioniert. Vom Kurs erwarten sie ganz praktische und wirksame Hilfestellung sowie eine höhere eigene Verbindlichkeit und zusätzliche Motivation. Es gibt aber auch Kursteilnehmer, die zuvor noch nie einen Versuch gemacht haben. Sie möchten ihr Vorhaben gleich beim ersten Mal systematisch und gezielt angehen, um sich möglichst gute Voraussetzungen zu verschaffen.

Was ist so schwierig daran, sich keine Zigarette mehr anzuzünden?


Holger Schulz ist Gründer
der Nichtraucherwerkstatt in Münster
Tabakabhängigkeit wirkt zugleich auf psychischer und körperlicher Ebene. Körperlich geht es Ihnen unter ‚Nikotinentzug’ häufig nicht gut. Sie sind dünnhäutiger, gereizt oder unruhig, können sich schlecht konzentrieren und haben immer wieder heftiges Rauchverlangen, nicht ständig, aber sehr häufig. Dieser Zustand kann auf Dauer quälend sein und ihre Motivation langsam, aber sicher zermürben. Hinzu kommt die 'mentale Abhängigkeit'. Raucher stellen sich ein Leben ohne Zigarette schrecklich vor. Der Gedanke „nie mehr“ ist für einen Raucher, gerade im Hinblick auf gewohnte Rauchsituationen wie Stress, Ärger, Party, Arbeitspausen oder Muße am Feierabend geradezu beängstigend. Körperlicher und psychischer ‚Entzug’ pendeln sich gegenseitig hoch, solange bis Sie sich fragen, warum Sie sich das eigentlich antun.

Handelt es sich also in erster Linie um eine ‚Kopfsache’?


Langfristig auf jeden Fall. Aber gerade in den ersten zwei bis drei Monaten ist vor allem der körperliche 'Entzug' in Form starken Rauchverlangens für die allermeisten Rückfälle verantwortlich. Eine hohe Motivation reicht hier als Gegenstrategie oft nicht aus und wird an dieser Stelle völlig unnötig aufgerieben. Hier ist es sinnvoll, den Entzug wirksam in Schach zu halten. Aber langfristig gesehen ist der ‚mentale’ Hebel entscheidend. Wenn Sie selbst nicht mehr rauchen wollen, können Ihnen hundert Leute eine Zigarette anbieten - kein Problem. Dabei geht es aber nicht bloß um Wissen, sondern um eine innere Einstellung, die auch im Alltag und bei Stress stand hält.

Gibt es so etwas wie ein ‚Rezept’ für den Rauchausstieg?


Einer von zwei Seminar-Räumen in der
Nichtraucherwerkstatt Münster, Hochstraße 2
Nein, viele Raucher hätten gerne ein ‚Wundermittel’, das sofort und sicher wirkt. Leider gibt es auch genug Angebote, die dies versprechen. Aber wer das Rauchen in 5 Stunden oder gar in 5 Minuten los werden möchte, darf sich nicht wundern, wenn der Erfolg nicht lange anhält. Manchmal stellt sich der Hebel durch einschneidende Ereignisse sofort um. Aber im Normalfall gilt: je gründlicher Sie sich mit dem Thema auseinander setzen, um so stabiler und nachhaltiger wird Ihr Erfolg sein.

Wie helfen Sie Ihren Kursteilnehmern dabei, dieses Ziel zu erreichen?


Wir geben eine breite Palette an Hilfsmitteln und Methoden an die Hand, aus welcher man die für sich geeigneten zusammen stellt, zur Vorbereitung des Rauchstopps z. B. Strategien zum Umgang mit Entzugssymptomen und Rauchverlangen sowie eine individuelle Beratung zu Nikotinersatzpräparaten. Nach dem Rauchstopp ist es wichtig, das Leben „ohne Zigarette“ tatsächlich positiv oder zumindest erträglich zu gestalten. Dazu gehören sinnvolle Alternativen für die ehemaligen Rauchsituationen, unterstützende Maßnahmen und -  vor allem – Stück für Stück ein neues Selbstbild als Nichtraucher/in aufzubauen. Am hilfreichsten wirkt hierbei der gegenseitige Erfahrungsaustausch mit anderen, die dasselbe Ziel verfolgen.

Sind die Teilnehmer nach Ende des Kurses schon ‚fertige’ Nichtraucher?


Die ‚Entwöhnung’ ist nach einem guten Monat noch keineswegs abgeschlossen. Aber normalerweise haben zu diesem Zeitpunkt alle Teilnehmer ausreichende Erfahrungen im Umgang mit dem Entzug gesammelt und fühlen sich auch stabil genug, alleine weiter zu machen. Für diejenigen, die noch Hilfebedarf haben, bieten wir aber auch eine kostenfreie telefonische und persönliche Nachbetreuung. Die Kurse der Nichtraucherwerkstatt werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Für Betriebe und Behörden ist die Durchführung vor Ort möglich.


Kontakt:



Anfahrt zur Nichtraucherwerkstatt
in Münster

Nichtraucherwerkstatt
Hochstraße 2
48151 Münster

Telefon 0251 5389460
Fax 0251 5389461
eMail: info@nichtraucherwerkstatt.de

Internet: http://www.nichtraucherwerkstatt.de/







Kommentare:

  1. Toll, dass es die Nichtraucherwerkstatt gibt - wie viele Leute suchen euch so auf?

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    1. Hallo. Hier gibt es den Termin-Plan der Nichtraucherwerkstatt. Die Treffen finden in Kleingruppen statt, um den bestmöglichen Erfolg zu gewährleisten.

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