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Mittwoch, 30. November 2011

Zweifel an der Harvard-Studie - Wahrheit oder Mythos?


Im vorangegangenen Beitrag "Harvard-Studie - wer schriftliche Ziele hat erreicht das Zehnfache!" habe ich Ihnen die Harvard-Studie näher gebracht, die belegte, dass Menschen, die ihre Ziele verschriftlichen, um ein Vielfaches erfolgreicher sind, als Menschen, die ihre Ziele nicht verschriftlichen.

Bei meinen Recherchen zu der erwähnten Harvard-Studie ist es mir nicht gelungen, die eigentliche Quelle ausfindig zu machen. An der Harvard-Universität scheint die Quelle sowie der Verbleib dieser Studie nicht bekannt zu sein. An verschiedenen Stellen wird man auf eine noch ältere Studie aus dem Jahr 1953 von der Yale-Universität verwiesen, die ähnliche Erkenntnisse zu Tage gefördert haben soll. Jedoch auch in Yale kann niemand eine offizielle Quelle nennen.

Daher sind die Zahlen aus dem vorangegangenen Artikel zur Harvard-Studie mit Vorsicht zu genießen. Die Tatsache, dass die Studien und die darin enthaltenen Zahlen sich so hartnäckig halten und selbst von renommierten Autoren verwendet werden, liegt eventuell darin begründet, dass die Studien ein glaubwürdig wirkendes Argument für Lebenshilfe-Autoren und Personal Coaches liefern, um Verschriftlichung von Zielen bei ihren Lesern und Coachees zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor zu erklären. Aus diesem Grund zitiert ein Autor den anderen und sorgt dadurch dafür, dass die Legende von der Harvard-Studie lebendig bleibt.

Trotz der Zweifel an der Existenz der Harvard- bzw. Yale-Studie wäre der Schluss falsch, dass Verschriftlichung von Zielen nicht zu verbesserter Zielerreichung führt. Um dies zu belegen hat Professor Dr. Gail Matthews von der Dominican University of California eine neue Studie auf den Weg gebracht, in der sie die Gültigkeit der Kernaussagen der Harvard- bzw. Yale-Studie überprüft. Die Ergebnisse können Sie in dem Artikel "Schriftliche Ziele, Commitment und Reports helfen bei der Zielerreichung - Ergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Gail Matthews" nachlesen.



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