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Mittwoch, 13. Oktober 2010

Kreativitätstechniken: Mindmapping

Mindmapping hilft Ihnen, zügig einen Einstieg in ein Thema, eine Fragestellung oder ein Ziel zu erlangen. Die Mindmapping-Technik ist sehr leicht zu erlernen. Während Sie Mindmappen werden Sie feststellen, wie Sie ständig neue Einfälle haben, die zu Ihrem Thema passen. In dem Moment merken Sie, wie Ihr Gehirn in Fahrt gerät und Sie werden verblüfft sein, wie viele Ideen Ihnen in den Sinn kommen!

Nehmen Sie sich ein möglichst großes Blatt Papier. Ich persönlich bevorzuge DIN A3-Bögen. DIN A4 geht notfalls auch. Legen Sie das Blatt quer und schreiben Sie in die Mitte Ihr Thema, z.B. "Wie ich gesund bleibe." Es geht aber auch jedes beliebige andere Thema. Z.B. "Wie ich finanziell unabhängig werde." oder "Wie ich den Traumjob meines Lebens finde." oder "Wie ich den/die Traumpartner/in meines Lebens finde." Verwenden Sie gerne
Farbstifte. Ein farbiges Mindmap prägt sich besser ein und es macht später mehr Spaß es sich anzuschauen. (Entschuldigen Sie, dass meine Beispiele hier nicht in Farbe sind. Meine Farbstifte liegen gerade alle bei meiner Nachbarin, die ihr erstes Mindmap begonnen hat... - viele Grüße an dieser Stelle und viel Erfolg mit der Mindmapping-Technik! :-) )




Wie Sie sehen habe ich alle Buchstaben groß geschrieben. Das hilft , um die Lesbarkeit zu erhöhen, und um Ihr Mindmap einprägsamer zu machen. Wenn Sie Lust haben visualisieren Sie Ihr Thema. Je bildlicher ihr Mindmap ist, desto nachhaltiger wird es. Ich habe einfach ein paar Symbole verwendet und eingebaut. Das geht natürlich noch deutlich origineller. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Als nächstes beginnen Sie mit den ersten Ästen Ihres Mindmaps. Diese Phase ist dem Brainstorming sehr ähnlich. Schreiben Sie alle Gedanken auf, die Ihnen bezogen auf Ihr Ausgangsthema spontan einfallen. In meinem Beispiel habe ich erstmal die Klassiker aufgeschrieben: 1. Ernährung und 2. Sport.


Erweitern Sie nun Ihr Mindmap um weitere Äste. Während Sie schreiben werden Sie feststellen, dass einige Themen verwandt sind. So ist z.B. eine Diät sehr eng mit dem Thema Ernährung verbunden. Unter Sport fallen Ihnen wahrscheinlich mehrere Sportarten ein, die Ihnen Spaß machen und dazu beitragen, dass Sie gesund bleiben. Dort wo Sie bereits erkennen, dass Themen zusammgehören, bilden Sie Unterzweige.




Auf diese Weise ist Ihr erstes Mindmap entstanden. Wenn Sie bislang nur gelesen haben ohne Ihr eigenes Mindmap zu starten, dann machen Sie jetzt eine Pause und beginnen Sie. Suchen Sie sich ein Thema aus, das Ihnen gefällt, schreiben Sie das Thema in die Mitte, machen Sie Ihre ersten Hauptzweige und bilden Sie Unterzweige, wo es sinnvoll ist. Sie werden sehen, dass es sehr einfach ist und nach ein paar Strichen macht es richtig Spaß.

Hier noch ein paar Regeln für das Mindmapping:
- Beginnen Sie immer in der Mitte des Blatts. Versuchen Sie es mal mit einem gezeichneten Bild. Es tut nicht weh.
- Schreiben Sie Wörter in Großbuchstaben. Dies dient zur Übersichtlichkeit.
- Schreiben Sie auf den Ästen, also auf den Linien. Linien sollen immer miteinander verbunden sein.
- Verwenden Sie möglichst wenig Stichworte je Linie. Am besten nur ein einziges Wort.
- Vermeiden Sie Wiederholungen. Ein Stichwort sollte möglichst nur einmal je Mindmap auftauchen. Ansonsten können Sie Unterzweige bilden.
- Nutzen Sie Bilder und farbige Stifte. Das Gehirn wird zusätzlich angeregt.
- Schreiben Sie erst alles auf, was Ihnen einfällt, bevor Sie anfangen zu Denken. Das kontrollierte Denken hält Sie davon ab, Ihrer Kreativität und damit neuartigen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Tony Buzan, der Erfinder der Mindmapping-Technik, verweist darauf, dass durch die Kombination aus Denken und Zeichnen das Gehirn besonders stimuliert wird. Durch jedes Wort oder Bild, das Sie in Ihrer Mindmap ergänzen werden neue Assoziationen geweckt. Durch die zweimdimensionale Darstellung, die möglichst in Farbe und mit Bildern erfolgt wird das Gehirn zusätzlich angeregt. Anders als beim linearen Schreiben und lesen ermüdet das Gehirn nicht, sondern es wird zunehmend wach. Dies führt in der Folge dazu, dass Sie Ergebnisse hervorbringen, die Ihnen bei einem klassischen Brainstorming verwehrt geblieben wären. Und das Gute ist, dass auf Ihrer Mindmap immer noch ein bisschen Platz zu finden ist, an dem Sie noch ergänzen können. Ihr Mindmap kann sich also ständig weiter entwickeln. Am Ende können Sie ein Thema, das in Buchform mehrere Seiten füllen würde auf einem einzigen Blatt abbilden. Hierdurch erlangen Sie einen wunderbaren Überblick und eine sehr gute Orientierung.

Ich bin selbst ein begeisterter Mindmapper. Wenn Sie sich durch diesen recht kurzen Beitrag noch nicht ausreichend informiert fühlen empfehle ich Ihnen "Das Mind-Map Buch" von Tony Buzan oder den Besuch eines Seminars zum Thema Mindmapping. Geben Sie die Stichworte "Seminar Mind Mapping" bei Google ein und Sie werden zahlreiche Treffer finden.

Für Fortgeschrittene empfehle ich die Software "MindManager Pro" von der Firma "Mindjet". Auf diese Weise können Sie auch große Mindmaps auf beliebige Größe erweitern. Sie haben im Gegensatz zum Papier vor allem den Vorteil, dass Sie Ihre Zweige nachträglich ohne Mühe von einer Stelle an eine andere bewegen können. Den MindManager von Mindjet setze ich auch sehr gerne zu Brainstormings, Kreativworkshops oder Strategierunden in Gruppen ein. Auf diese Weise kann der MindManager zu einem sehr wirkungsvollen Werkzeug in Ihrem Unternehmen werden.

Fazit: Mindmapping ist eine sehr schöne Technik, um Themen, Fragestellungen und letztlich Ziele zu strukturieren. Durch die baumartige Darstellung stellen Sie während des Schreibens fest, welche Teilbereiche übergeordnet und untergeordnet sind. Auf diese Weise lösen Sie Widersprüche auf und schaffen automatisch Gewichtungen. Mit Mindmapping erlangen Sie einen guten Überblick über ein Thema. Durch die bildhafte Darstellung lassen sich die dargestellten Sachverhalte deutlich leichter einprägen. Gleichzeitig entdecken Sie Zusammenhänge zwischen verschiedenen Teilaspekten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Mindmapping! Wenn Sie Ihre Erfahrungen mitteilen möchten, lade ich Sie herzlich ein die Kommentarfunktion dieses Blogs zu verwenden.

Viele Grüße

Ihr
Marco Elling

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1 Kommentar:

  1. Guten Tag Herr Elling,

    vielen Dank für Ihren ansprechenden Artikel.

    Ich arbeite ebenfalls sehr viel Brainstorming und anderen Kreativitätstechniken. Und ich möchte nur eine Kleinigkeit anmerken. Gerade beim Brainstorming in der Gruppe ist es wichtig, dass sich jeder einbringt.

    Bei schüchternen Teilnehmnern ist das oft schwierig. Die Lösung ist jedoch ganz einfach: Brainwriting. Das Brainwriting ist dem Brainstorming sehr ähnlich, jedoch beginnt man zunächst alleine und bespricht die Ergebnisse im Anschluss in der Gruppe. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Hier die Kreativitätstechnik Brainwriting im Überblick: http://kreativitaetstechnik.com/methoden/brainwriting/

    Vielen Dank und eine schöne Weihnachtszeit :-)!

    Franziska

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