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Sonntag, 6. November 2011

ZWERG-Kriterien

Mit der SMART-Methode haben wir Kriterien kennen gelernt, die Ihnen helfen, handfeste Ziele zu formulieren. Wesentliches Kriterium ist die Messbarkeit. So gilt ein Ziel dann als SMART, wenn genau gesagt werden kann WIEVIEL erreicht werden soll (z.B. 5 Kilogramm abnehmen, 10% Gehaltserhöhung, etc.) .

In der Praxis gibt es jedoch Ziele, die sich schwer quantifizieren lassen. Hierbei handelt es sich dann um sogenannten qualitative Ziele.

Beispiele für qualitative Ziele:
  • Sie wollen für Ihre Kinder eine Baumhütte errichten.
  • Sie wollen Ihren Chef vom Kauf eines neuen Computers überzeugen.
In Fällen, in denen sich Ziele nicht exakt quantifizieren lassen, helfen Ihnen die sogeannten ZWERG-Kriterien weiter. Ein Ziel gilt dann als messbar, wenn es ein ZWERG-Kriterium erfüllt. Die einzelnen Buchstaben des Wortes ZWERG stehen für:


Z = Zentral
W = Wirtschaftlich
E = Einfach
R = Rechtzeitig
G = Genau

Übertragen auf die Beispiele weiter oben gilt:

Der neue Computer, den Sie kaufen wollen, benötigt zum Starten und Hochfahren 12 Minuten täglich weniger als ihr bisheriger Computer. Sie rechnen Ihrem Chef vor, dass Sie bei durchschnittlich 215 Arbeitstagen pro Jahr 2.580 Minuten und damit rund 43 Stunden pro Jahr an Zeit einsparen. Das entspricht etwa der Leistung einer Woche. Durch den neuen Computer arbeiten Sie also effektiv eine Woche mehr. Bei einem Monatsgehalt von 2.000 Euro und einem Computerpreis von 500  Euro rechnet sich der neue Computer bereits im ersten Jahr. In diesem Fall bedienen Sie sich des ZWERG-Kriteriums "wirtschaftlich".

Bei der Baumhütte für Ihre Kinder gilt: Sie sollte spätestens vor Wintereinbruch fertig sein, da die Kids sonst nicht viel davon haben. In diesem Fall bedienen Sie sich des ZWERG-Kriteriums "rechtzeitig".

Die ZWERG-Kriterien stellen also eine Vereinfachung des Messbarkeits-Kriteriums im SMART-Modell dar. Grundsätzlich kann empfohlen werden: Beschreiben und spezifizieren Sie Ihr Ziel möglichst genau. Auf diese Weise können Sie später das tatsächlich erreichte Ziel mit den gesetzten Kriterien abgleichen und erreichen dadurch eine gewisse Messbarkeit.

Hier geht es zurück zum Beitrag über die SMART-Methode.

Kommentare:

  1. Interessante Methode. Danke!
    Schade nur, dass ZWERG an etwas kleines erinnert.

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  2. Die hier beschriebene Auslegung finde ich auch sehr hilfreich und die beiden Beispiele gut nachvollziehbar. Allerdings kann ich mir unter Z, E und G noch nichts vorstellen. Hätten Sie da vielleicht noch ein Beispiel?

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    1. Gerne.

      Z=Zentral. Wenn ein zentrales (vorrangiges) Thema gelöst wird, führt dies wie eine Kettenreaktion dazu, dass auch weitere Schwierigkeiten gelöst werden. Beispiel: Sie leiden seit Monaten unter Rückenschmerzen. Sie lassen seit Monaten Ihre Rückenschmerzen durch einen Physiotherapeuten behandeln. Das zentrale Thema liegt jedoch in der Ursache, die zu den Rückenschmerzen führt (beispielsweise ein schlechter Schreibtischstuhl, ein ungeeignetes Bett/Kopfkissen, zu wenig Bewegung etc.). Lösen Sie das zentrale Probleme sind die Folgeprobleme mit gelöst.

      E= Einfach. Wenn Sie zur Erreichung eines Ziels die Wahl haben zwischen zwei Vorgehensweisen, dann wählen Sie den Weg, den Sie mit größerer Leichtigkeit (also einfacher) meistern können. Hierdurch werden Sie schneller und mit weniger Aufwand ein Erfolgserlebnis haben. Erfolgserlebnisse haben die Eigenschaft zusätzliche Energie freizusetzen und somit auch die Erreichung weiterer Ziele oder die Bewältigung aufwändigerer Wege zu meistern.

      G=Genau. Wenn ein Ziel nicht messbar formuliert werden kann, dann sollte es zumindest genau und belastbar formuliert sein. Genauigkeit ergibt sich aus einer fundierten Analyse oder einer präzisen Spezifikation des Zielzustands.

      Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit helfen konnte.

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    2. Super, vielen Dank!

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